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Ein Gravitationsfeld wird durch eine schwere Masse M erzeugt. Das Ausmessen eines Gravitationsfeldes kann mittels einer so genannten Probemasse m erfolgen. Eine Probemasse ist eine Masse, die so klein ist, dass ihr eigenes Gravitationsfeld das auszumessende Feld nicht merklich stört.
Bezeichnet man die felderzeugende Masse mit M und die Probemasse mit m, so folgt aus dem Newtonschen Gravitationsgesetz für die Kraft zwischend den beiden Massen: .
r ist der Abstand zwischen den beiden Massenschwerpunkten.
F heißt Gravitationskraft.
G ist die Newtonsche Gravitationskonstante.
Man kann diese Formel etwas anders schreiben:
mit
g wird als Gravitationsfeldstärke genannt. Man bezeichnet diese Größe auch den Betrag der Gravitationsbeschleunigung.
Obige Formeln setzen voraus, dass die Masse M in dem Schwerpunkt angreift, was beispielsweise beim Erdschwerefeld ca. auf einige Promille exakt erfüllt ist. Ferner tritt zur Gravitationskraft F noch die Fliehkraft der Erdrotation. Die Resultierende wird mit Gravimetern nachdem Prinzip der Federwaage gemessen.
Unter dem Einfluss des Feldes erfährt die Masse m eine Beschleunigung a.
Die Ursache dieser Beschleunigung ist die Gravitationskraft F. Die in der Gleichung F = m · a vorkommende Masse m wird als träge Masse genannt.
Die Kraft F in der Gleichung F = m · a heißt Newtonsche Kraft oder beschleunigende Kraft.
Obwohl für beide Formeln, F = m · g und F = m · a das gleiche Symbol m benutzt wurde, handelt es sich um unterschiedliche Massen.
genannt ms die schwere Masse und ma die träge Masse, so erhält man zwei Gleichungen
Die Kraft F hat in beiden Gleichungen denselben Wert, da die Gravitationskraft die beschleunigende Kraft ist, hieraus folgt , und hieraus
Wenn also ms ungleich ma ist, so unterscheiden sich g und a.
Die Beschleunigungen g und a können physikalisch gemessen werden.
In der Schulphysik misst man die schwere Masse ms zu dem Beispiel mit einer Federwaage, die träge Masse ma mit einer Magnetschwebebahn.
Das Experiment zeigt mit großer Genauigkeit, dass ms = ma sein muss.
Diese Gleichheit von träger und schwerer Masse war bereits Newton bekannt. Er hielt sie allerdings für eine zufällige Übereinstimmung. Anders in der Einsteinschen Theorie, hier wird diese Gleichheit zu einem Axiom, ohne die Gleichheit von träger und schwerer Masse ist die Allgemeine Relativitätstheorie falsch. Der Nachweis für die Gültigkeit dieser Beziehung erfolgt experimentell.
Bemerkung:
In der Literatur findet man häufig die Aussage "Schwere und träge Masse sind äquivalent". Benutzt man die Formeln zur Berechnung der Kräfte (Gravitationskraft und Newtonsche Kraft) in der angegebenen Form (und berechnet beide Kräfte in der gleichen Einheit Newton), so folgt die Gleichheit von schwerer und träger Masse.
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